Zwei Tage Austausch beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) liegen hinter uns. 28 Projekte, unterschiedlichste Ansätze und viele intensive Gespräche haben eindrucksvoll gezeigt, wie breit das Thema Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung inzwischen gedacht wird.

Was dabei besonders deutlich wurde: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Jedes Projekt setzt eigene Schwerpunkte, nutzt andere technische Zugänge und reagiert auf unterschiedliche Bedarfe in der Ausbildung. Und doch verfolgen alle dasselbe Ziel – neue Technologien so einzusetzen, dass sie die berufliche Bildung stärken und weiterentwickeln. Diese Vielfalt empfinden wir nicht als Widerspruch, sondern als große Stärke.

Im Vergleich der Konzepte wurde für uns sehr klar, wo das besondere Profil von KIgÜBA liegt. Der Ansatz, Lernen über ein Echtzeit-Tracking mit einem intelligenten Tutoring zu begleiten, ist in dieser Form bislang einzigartig. Genau diese Kombination ermöglicht es, Ausbildung sehr nah an der Praxis zu denken und gleichzeitig individuelle Unterstützung anzubieten. Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Projekte haben uns darin bestärkt, dass KIgÜBA hier einen wichtigen Impuls für die überbetriebliche Ausbildung setzt.

Ein Thema zog sich durch nahezu alle Gespräche: die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um den Einsatz von KI. Der EU AI Act war dabei häufig Ausgangspunkt für intensive Diskussionen und offene Fragen. Umso deutlicher wurde, wie wichtig es ist, rechtliche Aspekte nicht als nachgelagertes Thema zu betrachten, sondern von Anfang an mitzudenken. Dass wir diesen Schritt frühzeitig gegangen sind, gibt uns heute Sicherheit und Klarheit für die weitere Projektarbeit.

Neben den fachlichen Inhalten war der persönliche Austausch ein zentraler Mehrwert dieser zwei Tage. Netzwerke entstehen nicht allein durch formelle Treffen, sondern durch offene Gespräche, das Teilen von Erfahrungen und auch durch das ehrliche Benennen von Herausforderungen. Genau darin liegt ihre Stärke. Als Quelle für neue Perspektiven ebenso wie als Rückhalt in anspruchsvollen Projektphasen.

Nicht zuletzt wurde einmal mehr deutlich, wie entscheidend Teamarbeit für solche Vorhaben ist. Projekte dieser Größenordnung verlangen Zeit, Ausdauer und ein gemeinsames Verständnis von Ziel und Weg. In der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sehen wir dafür eine starke und verlässliche Grundlage.

Unser Fazit nach diesen zwei Tagen ist klar: Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die überbetriebliche Ausbildung nicht nur effizienter, sondern auch gerechter und attraktiver zu gestalten. Der Austausch beim BIBB hat uns darin bestärkt, diesen Weg weiterzugehen.

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